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Heizöllagerung in Hochwassergebieten

Hochwasser-Auftriebssicherung
Aufgeschwommene Batterietanks
Sonderlösung Auftriebssicherung

Die verheerenden Überschwemmungen 1999, 2002 und 2013 verursachten enorme Schäden. Aufschwimmende Heizöltankanlagen wurden undicht, Gewässer und Gebäude verschmutzt, teure Sanierungen erforderlich.

Die Notwendigkeit die Vorschriften für die Heizöllagerung in Hochwassergebieten weiter zu präzisieren wurde durch die Ereignisse nachhaltig unterstrichen.

Zwischenzeitlich sind ein Teil der betroffenen Gebiete als Überschwemmungsgebiete ausgewiesen, (es kommen ständig weitere hinzu), die Hochwasserstände eines zu erwartenden Jahrhunderthochwassers (HQ 100) sind für die einzelnen Flurstücke festgelegt worden.

Heizöltankanlagen in Hochwassergebieten müssen gegen Aufschwimmen gesichert sein, für die Auftriebssicherungen und für die durch die Einleitung der Auftriebskräfte* beanspruchten Gebäudeteile sind statische Nachweise zu erbringen, die Tankwände müssen nachweislich dem äußeren Wasserdruck² standhalten.

Auch alle anderen Anlagenbestandteile, wie Armaturen und Leitungen, müssen bei Hochwasser dicht bleiben!

Heizöltankanlagen in Hochwassergebieten sind prüfpflichtig. Ein Sachverständiger nach § 18 VAwS bestätigt in seinem Prüfbericht der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde, dass die Tankanlage in allen Belangen für Überflutungszustände geeignet ist.

Wir planen und bauen kubische Heizöltankanlagen die die gestellten Anforderungen erfüllen, einschließlich Auftriebssicherungen, Statik, Armaturen, Leitungen und Sachverständigen-Abnahme. Außerdem rüsten wir vorhandene kubische Kellertankanlagen beliebigen Fabrikates in vollem Umfang nach. (Ältere vorhandene Batterietankanlagen sind für eine Nachrüstung in der Regel nicht geeignet).

Auf einem Tankboden der z.B. 3 m unter dem Hochwasserspiegel liegt, beträgt der äußere Wasserdruck 3 Tonnen pro Quadratmeter.

KORMANN Systemtank® übernimmt  natürlich die statische Auslegung des Tanks und dessen Elemente, der Tankboden ist naturgemäß einem höheren Wasserdruck ausgesetzt als die Tankdecke und muss stärker versteift werden.

Um die Kosten zu minimieren übernehmen wir auch die statische Bearbeitung der Auftriebssicherungen und der Einleitung der Auftriebskräfte ins Gebäude. Hierfür ist eine gründliche Bestandsaufnahme der Bausubstanz unerlässlich. Bauteile die zur Einleitung der Auftriebskräfte geeignet sind und die ausreichend Gegengewicht aufbringen müssen festgelegt werden. Vor der Ausführung werden alle Planungs- und Berechnungsunterlagen einem Ingenieurbüro für Baustatik zur Prüfung vorgelegt.

 

In gleicher Weise wird bei der Nachrüstung vorhandener kubischer Kellertanks verfahren.

Die Schlussabnahme durch den Sachverständigen war bei allen der von uns betreuten über 300 Anlagen, die neu oder umgebaut wurden, ohne Beanstandung erfolgreich.

Einige dieser Tankanlagen sind beim erneuten Hochwasserereignis 2013 überflutet worden. Die von uns gefertigten Hochwassersicherungen hielten stand!

Sowohl das Eindringen von Wasser, wie auch das Auslaufen von Heizöl konnte bei diesen Tankanlagen zuverlässig verhindert werden.

* pro cbm (= 1.000 l) Lagervolumen ist der Auftrieb 1 Tonne; Zudem ist ein Sicherheits-Zuschlag S = 1,3 zu beachten

² pro m Hochwasserstand entsteht ein äußerer Wasserdruck von 1 Tonne pro Quadratmeter. Bei einem 5.000 l Tank ist der Berechnungsauftrieb 5 x 1,3 = 6,5 Tonnen.